Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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Nonsense

Und doch weihnachtet es hier und dort.

Ich wünsch Euch allen, die ihr meinen Blog lest, ein frohes Weihnachtsfest und auch wenn ich glaube, dass es nicht leicht ist in dieser hektischen Zeit, wünsche ich eine besinnliche Zeit zum Jahresende hin, auf das wir uns im neuen Jahr wiedersehen/-lesen/-wasauchimmern.

Liebe Grüße
Charlie
24.12.06 18:10


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Weihnachtsstress

... lässt nicht etwa keinen Raum für andere Gefühle, über die ich lange unzusammenhängende Einträge schreiben könnte, aber diese haben hier nichts zu suchen. Meiner Meinung nach. Oder besser: Meinem Gefühl nach.

Schon am nächsten Wochenende werden sich wieder Heuchler, Blasphemiker und Ignoranten in sogenannten Gotteshäusern versammeln um schwulen, pädophilen, perversen Priestern, Pfarrern und sonstigem Gesocks zum wiederholten Male zuzuhören, wenn sie auf langweiligste Weise die Bibel zitieren und von einem kleinen und überaus putzeligen Christuskind erzählen. Ich wette, es war häßlich, oder so.
Und was sagt uns das? Was sagt es uns wenn unsere lieben Assi-Nachbarn ihren Assi-ich-häng-mich-gleich-mit-meinem-Sack-auf Plastik-Weihnachtsmann unter den Balkon kleben und die pinken und blauen Lichterschläuche die Fenster zieren?
Richtig! Es ist mal wieder Zeit für Weihnachten.

Ich habe überlegt. Nein, ich kann Weihnachten nicht ausstehen. Ebensowenig wie Karneval oder Ostern oder so.
Ich bin Ästhet. Denke ich zumindest und das war es eigentlich bisher, weshalb ich derartiges billigte, sogar mochte.
Ich mochte die Stimmung, die roten Kugeln bei meinem Vater, die bemalten Holzkugeln bei meiner Oma, die kleine Glocke, die schellte, wenn es zur Bescherung kam. Ich liebte es, mir das Christkind als kleines Englein in einer Krippe vorzustellen, auch wenn ich früh genug realistisch genug war zu wissen, dass das nicht stimmte, aber es bereitete mir Freude.
Doch mittlerweile ... bereitet mir das Gerenne nach Geschenken nur noch Stress und die Menschheit, die mir ohnehin als eklig bekannt ist, erscheint mir noch abartiger. All das zerstört mein geliebtes Bild, an dem ich so gerne festhalten würde.

Nicht mal Schnee wird es noch geben.


Music: Janus - Rorschach
Mood: Dieses komische Gefühle, wenn übertriebene Gefühle abflauen.
16.12.06 23:00


Un-Mensch?

Tja, vielleicht könnte man mich als ein solches beschreiben.
Bin ich ein Mensch? Nein.
Bin ich zufrieden? Nein.
Bin ich glücklich?

Ganz einfach: Bin ich es nicht, so bin ich un-. Ein Unmensch zum Beispiel oder unzufrieden. Bin ich wohl sehr oft. Natürlich gibt es dafür in unser wunderbaren Sprache auch ganz andere Wörter. Unschön wird in diesem Fall zu häßlich. Unbrauchbar zu beispielsweise nutzlos. Natürlich. Aber etwas einfach stupide zu verneinen, oder es als etwas anderes zu betiteln, da gibt es Unterschiede.

Charlie
20.11.06 23:28


... oder so

"Ich glaube, dass Menschen ihre Meinung zunehmend durch ein "oder so" relativieren. ... oder so"

Ist es nicht so?
Mein Ethiklehrer - er ist toll - kam heute zwischendurch darauf zu sprechen, dass vorallem Schüler dazu neigen, etwas gesagtes in einem Atemzug zu relativieren. Durch zum Beispiel ein "halt" oder "oder so".
Kein wirklich interessantes Thema, aber ich überlege, ob das rein eventuell von einer bestimmten Rasse Lehrer beeinflusst sein kann. Sie sind oft streng und riechen auch so, haben eine komische Stimme und komische Macken, die sie im Unterricht oft zum Vorschein bringen, wie sie beispielsweise eine Art auf dem Pult zu sitzen und an ihrer Kette herumzuspielen haben, die auf Perversion und eine gewisse Naivität schliessen lassen. Und sie tragen komische Klamotten.
Diese Lehrer sind von sich dermassen überzeugt, dass sie ihren Blick vor einem möglichen Ausserhalb verschliessen. Sie reden oft stundenlang vor sich hin und kommst du ihnen in die Quere zum Beispiel durch eine Frage, kannst du dir sicher sein sie aus dem Konzept gebracht und ihren Zorn auf dich gelenkt zu haben. Dann kontern sie mit Fragen wie:
"Achja, dann magst du also den Unterricht weitermachen?"

Version 1
- "Aber ich wollte doch nur was fra ..."
"Ich habe dich etwas gefragt, also antworte!"
-"Aber ich habe Sie doch auch etwas gefragt ... "

Und dann funkeln sie dich so bitterböse an, dass du probierst etwas zu erwidern und keinen Mucks herausbekommst.

Version 2
- "Ich glaube kaum, dass ich die nötige Kompetenz dazu besitzen, die eben Sie besitzen, deeeeshalb wollte ich Sie - in ihrer masslosen Überlegenheit - bitten, mir - einem niederen Wesen, weit, weit unter Ihrem Niveau - eine kleine, unbedeutende Frage zu beantworten ..."
Und dann funkeln sie dich so bitterböse an, dass du einfach auf eine nie folgende Antwort wartest und sie mit dem Unterricht fortfahren lässt.

Und dann kommt es zweimal im Leben vor, dass sie tatsächlich eine Frage stellen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer netten Frage aus dem Geschichtsunterricht:
"Warum verzichtet Preußen nach Sieg des Krieges von 1866 auf Gebietsabtretung von Österreich?"

Antwort: "Ähm, ich glaube, Bismarck dachte, dass ähm, falls es Krieg geben würde, er dann Preußen äh Österreich sozusagen als Verbündete hätte ... "
FALSCH! Richtig wäre gewesen:
"Reichskanzler Otto von Bismarck wollte die Gunst Österreichs wahren, damit er von diesen im eventuellen Krieg mit Frankreich Unterstützung erhalten würde."

Ist aber auch verständlich, oder? Immerhin haben dieses Leute ein hoch ausgearbeitetes Konzept! Oh Gott und wie kannst du es auch wagen eine annähernd falsche Antwort zu geben. Wiedereinmal musst du zumindest mit einem bitterbösen Blick und einem (weiteren) Minus in der Epo rechnen. Wenn du richtig Pech hast, oder gar fragst, ob du mal schnell zur Toilette kannst ... sei dir des Todes gewiss.

Und da frage sich einer, warum Schüler manchmal Angst haben, etwas frei zusagen, Angst haben, zum Beispiel ihre eigene Meinung zu äußern, leise sprechen, unsicher werden, etc?
Aber bitte.

Charlie

PS: Kommentare sind sehr erwünscht. Hier und jetzt und da unten drunter!
PPS: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und vollkommen unbeabsichtigt.
31.10.06 15:28





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