Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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In Medias Res

Stimmung und Kunst

Ich kann mich gar nicht so sehr über den Sieg Obamas freuen, wie ich glücklich über das Verlieren McCains bin.

Was gibt es sonst zu berichten? Meine Klasse, die hochbegabte Elite unserer Schule, ist irgendwie dumm und desinteressiert. Ich glaube, es wird schwierig werden, Menschen zu finden, die meinen Ansprüchen entsprechen, wenn ich diese durch Anwesenheit solcher noch weiter anhebe. Ist es denn richtig, dass jemand, der nicht fließend Latein spricht, den Konjunktiv zu benutzen weiss oder gar Trivialliteratur liest, in meinen Augen einen hohen Verlust an Wert erfährt? Und werde ich dadurch nicht gerade für das andere verführbar?



Der Herbst ist schon fast vorrüber. Die Sonnentage, die stürmig das Laub von den Bäumen fegten, sind dem Grauschleier des Novembers gewichen. Bei mir macht sich zuweilen eine gewisse Lustlosigkeit breit, die ich zu verscheuchen wünsche. Zum Beispiel mit Kino am morgigen Abend: Endlich werde ich in den Genuss des Baader-Meinhof-Komplexes kommen, um mir endlich selbst ein Bild zu verschaffen. Am Freitag gedenke ich nach Hause zu fahren. Viel gibt es hier am Wochenende nämlich wirklich nicht und ich hoffe, dass sie nette Alternativen anbieten. Meine liebe Tante wollte ebenso vorbeischauen.

An Weihnachten werde ich in die Berge fahren, aber nicht ohne in den 5 Tagen vorher alles durchgespielt zu haben, was beste Freundinnen normalerweise in der Adventszeit machen: Plätzchen backen, Christbaumschmücken, Geschenke kaufen, den Weihnachtsmarkt besuchen, vor dem Kamin Tee trinken, Mandarinen trocknen, einen Adventskalender basteln, Glühwein trinken, Wunschzettel schreiben ... das volle Programm!
Ich glaube, für manche meiner Freunde habe ich zu wenig Zeit.

Das Baader-Meinhof-Konfekt! Mit leckerem Schokoraspe.

Charles
5.11.08 16:17


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Klamottage

Aber vielleicht vermischen sich so alle drei Parteien auch zu einer Art matschigen Einheitspampe?

Frankreich hat alle meine Erwartungen erfüllt. Ich muss tatsächlich vorsichtig sein um keinen ernsthaften Völker- und Landeshass zu entwickeln. Wobei das laut Ernst Moritz Arndt sehr förderlich für Nationalismus sein soll und dieses zu seiner Zeit kein vorbelastetes Schimpfwort war.

Wenn ich in mein Inneres horche, dann ist es da zum einen recht kalt - was allerdings nur daran liegt, dass es sich an die Außentemperatur anpasst - und zum anderen irgendwie leer. Mir fehlt was und ich bin auf der Suche danach.
Vermutlich Emotionalität im Allgemeinen, aber das liegt auch an meiner momentanen Stimmung und der Uhrzeit.
N. war der Meinung, dass ich mich unterbewusst distanziere. Gut, daran kann ich nur leider nicht viel ändern und ich kann nicht dagegen argumentieren. M. sagte, es sei etwas länger her, dass man mich lächeln gesehen habe.
Irgendetwas fehlt.

Über die Zusage der Akademie habe ich mich wohl in ähnlichem Maße gefreut, wie über den veganen Kuchen, den meine Mutter für mich gebacken.

Vielleicht sollte ich Frau G. doch langsam einmal besuchen. Nicht, dass ich dafür Zeit hätte. Aber ich glaube, ich hatte Probleme mit Schuld und ich glaube, ich bekomme langsam wieder welche. Vielleicht bekomme ich auch einfach nur Probleme mit Dramatik und Exaggeration.

Sonst noch etwas?

Eigentlich nichts Wichtiges.
Charles
27.9.08 22:42


Gesellschaftsspiele und bunte Glasperlen

Jeden Künstler, der irgendwann einmal den Verstand verloren hat, kann ich verstehen.



Für mich hat das neue Schuljahr begonnen, und auch schon die Klausurphase, in welcher ich insgesamt 9 Arbeiten/Quartal in 11 Fächern mit 42 Schulstunden/Woche und 4 Leistungskursen schreiben werde. Morgen starte ich mit Schnipseln, die schon jetzt mein Denken zerbröseln. Ich bin mir nicht sicher, ob ich 4 Stunden ohne einen nervlichen Zusammenbruch überstehe, aber ich exaggeriere auch. Immerhin erfreut es die Seele.

Mein Charakter gefällt mir allerdings zunehmend, da sich alle drei Teile in ihre adäquate Position einfügen.

Die Menschen sind schon komisch, manchmal.
Charles
11.9.08 20:25


Maritimes Klima

Nachdem ich ein sehr schönes Wochenende mit sowohl frittierten, als auch gerösteten Bananen bei N. verbracht und mich über die Rückkehr von M. aus Bolivien gefreut hatte, fuhr ich am Montagmorgen ins - vorallem um diese Uhrzeit - wunderschöne Köln um dort einen Menschen zu treffen, der mich nach einiger Verspätung auf beiden Seiten mit nach Bremen nahm. Nach einigen unbemerkten hysterischen Anfällen unterwegs, begrüßte mich die Hansestadt mit Pöbel und Gesocks vom Feinsten und auch meine Begleitung traf nur wenige Stunden nach mir ein. Clever, wie ich bin, hatte ich in der Zwischenzeit einen Stadtplan und ein Prospekt zu Übernachtungsmöglichkeiten besorgt, denn ein Zimmer für die heran eilende Nacht hatten wir bisher noch nicht.
Glücklichst einander wieder zu haben machten A. und ich uns nun auf - nicht zur nächsten Pension, aber fast - den nächsten Park und die umliegenden Flaniermeilen zu erkunden.
Doch plötzlich blickte uns der Ernst der Lage knallhart ins Gesicht und zerrte uns in ein Internet-Café, in dem wir für tatsächlich 0,25 Euro/15 Minuten einige Seiten durchkämmten und einige Anrufe tätigte, bevor wir die Lokalität noch erfreuter hinter uns ließen. Denn freies W-Lan erwartete uns.

Und zwar im Townside Hostel Bremen! Im schönsten Szeneviertel, nämlich dem "Viertel", angesiedelt, bietet dieses Weltenbummler-Hotel nicht nur eine gute Lage, sondern auch sonst irgendwie alles. Neben einem hellen Aufenthaltsraum mit Büchern in mindestens 5 Sprachen, Zeitschriften und Spielen, gibt es dort eine grandiose Küche, die benutzt werden darf. Mit Kühlschrank, Spülmaschine, Geschirr, Tellern, Herd, Gewürzen und einigen anderen Lebensmitteln, die man eben unterwegs nicht immer dabei hat und die es auch nicht zu kaufen lohnt. Morgens Tee und Kaffee umsonst, und viele Dinge werden auch zum Erwerb angeboten. Z.B. auch ein ordentliches Frühstück. Von Fön bis Fahrrad lässt sich alles leihen, sowie für einen kleinen Kostenbeitrag Wäsche waschen, inklusive trocknen und bügeln. Der Balkon im ersten Stock ist erste Sahne und die Mitarbeiter, die wir kennengelernt haben sehr aufgeschlossen, super freundlich und aufmerksam. In einem 7-er-Zimmer lernten wir innerhalb von 4 Tagen Leute aus mindestens 6 Nationen kennen und auch wenn die Decke auf der Empore recht niedrig war, so war der wunderschöne Stuck dadurch doch näher.
Informativ und interkulturell. Es lohnt sich dafür so schamlos zu werben.

Das Viertel bietet viele wunderschöne kleine Läden, mit verrückten Klamotten, biologisch-abbaubaren Seifen und peruianischen Klangschalen, eine große Zahl netter, lauter und bunter Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants und den direkten Anschluss zu allen möglichen Theatern, Kulturzentren und zusätzlich den zu allem passenden Leuten.
Einen Asiaten mit Mittagsbuffet haben wir am Mittwoch leider nicht gefunden, dafür aber eine Fliege im Essen des ansatzweise gehobenen Restaurants mit markantem Film- und Städtenamen von nebenan.

Ganz in der Nähe sammeln sich um den Stadtgraben Flora und Faune und bieten mit ihren grassgrünen, frischgemähten Wiesen und den hohen Bäumen ein wohliges Ambiente für Mittags- und Verdauungsschläfchen.

Der Rest der Stadt ist ganz typisch Bremen: nett, aber nichts besonderes. Ausser einem vegetarischen Restaurant und der Hochschule, gab es auch weiter hinten nicht mehr allzu viel Erwähnenswertes und der Marktplatz hat sich dieses Privileg nicht etwa durch Roland oder die Bremer Stadtmusikanten, die übrigens enttäuschend klein sind, erworben, sondern eigentlich durch die Tüte Walker's Salt&Vinegar-Chips, die A. und ich uns nach einem veganen Sub gönnten.

Liebe Grüße an Menschen aus mindestens 6 Nationen und an die BSAG.

Charles
7.8.08 23:49


Vinyl

Ich glaube, ich bleibe dabei mich umzuorientieren. Ich mag den Kern der Schwarzen Szene, aber das, was sich daraus entwickelt hat und immernoch entwickelt, ist ein Haufen dummer, oberflächlicher Ignoranten. Natürlich gibt es einige Ausnahmen, aber das allgemeine Völkchen, was ich in Diskotheken und auf Festivals zu Scharen antreffe, entspricht ebendem, was ich schrieb.
Der Geist ist anders.

Musikalisch weiss ich mich im Moment sowieso nicht einzuordnen. Nicht, dass ich es nötig hätte, das für irgendwen zu tun, aber wenn ich schlicht keine Ahnung habe, welche Musik ich hören soll, ist das irgendwo belastend.

Ich denke, morgen werde ich meinen Plattenspieler aus dem Keller holen und mein Zimmer umstellen.



Wenn ich Frankfurt mit einem Wort beschreiben müsste, dann wählte ich groß.

Charles
19.7.08 22:35


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