Nach einem gar holprigen Einstieg ins neue Jahr, folgten Zeiten wunderlicher Art. Mein Weg führte mich bis Fulda und auch beinahe nach Düsseldorf, aus den Händen meines Bruders empfing ich Musik und aus denen meines Vaters einen, nein zwei grandiose Kunstbände um die Allerdurchlauchteste unter den Städten. Wieder bin ich ein Jahr älter und wohl nicht zufriedener, obgleich vielleicht ein wenig vermögender. Zuverlässiger bin ich auch vor mir selber nicht, aber schon nahend mobiler.
Ich traf geniale Freunde bei Genscher wieder, experimentierte viel, frönte meinem schlechtesten Freunde in Hessen und erwies deportierten Kindern eine Ehre in eisiger Kälte.

Als besonders inspirierend und glück- wie weinselig entpuppte sich der gestrige Abend. Das Theater lässt nicht von mir ab und zieht mich stets wieder in seine Fänge, sodass ich mich nun verstrickt finde in einen dichten Netze. Mit einer Reihe unterschiedlicher Menschen schreibe und produziere ich seit Januar ein Stück, welches schon bald zur Aufführung kommen wird. Verraten wird, dass es nicht um Toaster gehen wird. Vermutlich.
In diesem Rahmen fanden sich meine liebe N., C., ein ganz besonderes Persönchen, und ich zur Derniere des letzten Jahres ein und wurden alsbald zum gemütlichen beisammen sein, zu Speis und Trank invitiert. Lachend, singend, reimend und scherzend wurden viele Male gefüllt, und auch Rauch und Musik erregten kreative Gedanken, die teils dubiosen Austausch fanden.
Außer einem brummenden Schädel bleibt mir von diesem Abend auch eine antikanmutende Postkarte der Certosa di Firenze mit roten Lettern, die lateinische Sprache schreiben.
Und der Wunsch einmal mehr zu reisen.