Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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Maritimes Klima

Nachdem ich ein sehr schönes Wochenende mit sowohl frittierten, als auch gerösteten Bananen bei N. verbracht und mich über die Rückkehr von M. aus Bolivien gefreut hatte, fuhr ich am Montagmorgen ins - vorallem um diese Uhrzeit - wunderschöne Köln um dort einen Menschen zu treffen, der mich nach einiger Verspätung auf beiden Seiten mit nach Bremen nahm. Nach einigen unbemerkten hysterischen Anfällen unterwegs, begrüßte mich die Hansestadt mit Pöbel und Gesocks vom Feinsten und auch meine Begleitung traf nur wenige Stunden nach mir ein. Clever, wie ich bin, hatte ich in der Zwischenzeit einen Stadtplan und ein Prospekt zu Übernachtungsmöglichkeiten besorgt, denn ein Zimmer für die heran eilende Nacht hatten wir bisher noch nicht.
Glücklichst einander wieder zu haben machten A. und ich uns nun auf - nicht zur nächsten Pension, aber fast - den nächsten Park und die umliegenden Flaniermeilen zu erkunden.
Doch plötzlich blickte uns der Ernst der Lage knallhart ins Gesicht und zerrte uns in ein Internet-Café, in dem wir für tatsächlich 0,25 Euro/15 Minuten einige Seiten durchkämmten und einige Anrufe tätigte, bevor wir die Lokalität noch erfreuter hinter uns ließen. Denn freies W-Lan erwartete uns.

Und zwar im Townside Hostel Bremen! Im schönsten Szeneviertel, nämlich dem "Viertel", angesiedelt, bietet dieses Weltenbummler-Hotel nicht nur eine gute Lage, sondern auch sonst irgendwie alles. Neben einem hellen Aufenthaltsraum mit Büchern in mindestens 5 Sprachen, Zeitschriften und Spielen, gibt es dort eine grandiose Küche, die benutzt werden darf. Mit Kühlschrank, Spülmaschine, Geschirr, Tellern, Herd, Gewürzen und einigen anderen Lebensmitteln, die man eben unterwegs nicht immer dabei hat und die es auch nicht zu kaufen lohnt. Morgens Tee und Kaffee umsonst, und viele Dinge werden auch zum Erwerb angeboten. Z.B. auch ein ordentliches Frühstück. Von Fön bis Fahrrad lässt sich alles leihen, sowie für einen kleinen Kostenbeitrag Wäsche waschen, inklusive trocknen und bügeln. Der Balkon im ersten Stock ist erste Sahne und die Mitarbeiter, die wir kennengelernt haben sehr aufgeschlossen, super freundlich und aufmerksam. In einem 7-er-Zimmer lernten wir innerhalb von 4 Tagen Leute aus mindestens 6 Nationen kennen und auch wenn die Decke auf der Empore recht niedrig war, so war der wunderschöne Stuck dadurch doch näher.
Informativ und interkulturell. Es lohnt sich dafür so schamlos zu werben.

Das Viertel bietet viele wunderschöne kleine Läden, mit verrückten Klamotten, biologisch-abbaubaren Seifen und peruianischen Klangschalen, eine große Zahl netter, lauter und bunter Bars, Kneipen, Cafés und Restaurants und den direkten Anschluss zu allen möglichen Theatern, Kulturzentren und zusätzlich den zu allem passenden Leuten.
Einen Asiaten mit Mittagsbuffet haben wir am Mittwoch leider nicht gefunden, dafür aber eine Fliege im Essen des ansatzweise gehobenen Restaurants mit markantem Film- und Städtenamen von nebenan.

Ganz in der Nähe sammeln sich um den Stadtgraben Flora und Faune und bieten mit ihren grassgrünen, frischgemähten Wiesen und den hohen Bäumen ein wohliges Ambiente für Mittags- und Verdauungsschläfchen.

Der Rest der Stadt ist ganz typisch Bremen: nett, aber nichts besonderes. Ausser einem vegetarischen Restaurant und der Hochschule, gab es auch weiter hinten nicht mehr allzu viel Erwähnenswertes und der Marktplatz hat sich dieses Privileg nicht etwa durch Roland oder die Bremer Stadtmusikanten, die übrigens enttäuschend klein sind, erworben, sondern eigentlich durch die Tüte Walker's Salt&Vinegar-Chips, die A. und ich uns nach einem veganen Sub gönnten.

Liebe Grüße an Menschen aus mindestens 6 Nationen und an die BSAG.

Charles
7.8.08 23:49
 


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