Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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Barfuß

Meine Füße fangen an neben Berührungen auch Schuhe und Strümpfe in jedweder Art zu verschmähen. Entweder ich habe dort irgendeinen biologischen Defekt oder einen psycho-somatischen. Abwarten.

Und Tee trinken. Das gilt auch für die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich kann super gut nachdenken, wenn ich Tee trinke. Bei Kaffee allerdings auch. In Religion - was ich, nur nebenbei bemerkt, noch bis zum Abi verpflichtend habe - wurde eine Reihe zur Frage nach dem Sinn des Lebens durchgeführt und neben schwachsinnigen Theorien von Beziehungen und dem Labyrinth der Kathedrale Notre Dame de Chartres, bin ich mit meinen Überlegungen da, wo ich schon immer war: Der Sinn der Existenz des Menschen ist (noch) nicht gefunden. Und für mein Plakat habe ich ein wunderschönes Ambigramm geschaffen.



Die Klausuren sind vorbei noch 2 Tage muss ich zur Schule und dann war es das. Dann steht das Abitur quasi vor der Tür. Es geht alles auch irgendwo schnell. Ich bin mal gespannt, was ich in ein paar Jahren mache; und womit ich zu studieren anfange.

Nächste Woche gehe ich mit D. ins Theater. Derniere. So kommt alles zum Ende. Im Moment sehe ich fast nur Dernieren.
Im nächsten Jahr wollte ich mich eventuell beim Theater M. in Bonn bewerben. Wir werden sehen.

Bestens
Charles v. S.

Selbstgemachtes Sushi schmeckt einfach am Besten.
1.6.08 12:33


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Das Leben und vorallem Beziehungen stecken voll von Enttäuschungen. Und das ist schade.

Denn, es könnte so schön sein.
6.6.08 20:54


Narziß

Ich hatte mal einen Bekannten.
Als wir uns kennenlernten habe ich unweigerlich in seinem Arm gelegen. Es ließ sich tatsächlich nicht vermeiden und war zu durchaus praktischen Zwecken. Darauf haben wir uns unterhalten und ich stellte fest, dass der Junge gar nicht so dumm war, wie er normal aussah. Normal, aber ehrlich gesagt ganz, ach sagen wir, echt gut. Dann verbrachten wir einige Zeit miteinander, redeten viel und redeten bei Zeiten wenig. Kamen uns zuweilen recht nahe. Wegen eines leider nicht allzu erwachsenen, aber doch vorhandenen Misstrauens, bekam ich mich in der weiten Welt auf die Suche nach Informationen über ihn und erfuhr sehr bald, dass sein kleines Herzlein für ein anderes Wesen schlug. Dies sollte vorallem ihn nicht daran hindern, mich mit Leib verführen zu wollen, bis ich ihn doch einmal mit meinem Mitwissen konfrontierte. Nun gut. Vielleicht öffnete dies auch einige Türchen.
Was dann geschah? Nicht weiter erwähnenswert.
Doch. Trotzdem erwuchs in mir durch gemeinsame Interessen und Ansichten ein Ideal, ein Bild von perfekter Freundschaft, von einer besonderen Beziehung. Wir haben wohl viel gemeinsam, das ist auch heute noch so.
In wechselnden Perioden zweifelte ich sein ganzes Bild, was er mir malte an, verliebte mich in ihn, hasste ihn, empfand ich bloße ehrliche Freundschaft. Immer wieder verstand er es, mir doch irgendwie das Gefühl zu geben, etwas Besonderes zu sein. Und heute frage ich mich: Wozu der Aufwand?

Leb wohl, geliebter Goldmund. Ich wünsche dir den Tod.

Und er sei grauenvoll.
8.6.08 02:06


Friedrich

Eigentlich ist es doch sehr deprimierend, dass im Leben so rein garnichts perfekt ist oder sein kann. Zumindest nach dem, was ich darunter verstehe.
Viele Autisten, Genies oder Asperger-Syndromidanten flüchten ja in Mathematik, Physik, Musik. Dort wo es System und scheinbare Vollkommenheit gibt. Doch selbst da - so stelle ich immer wieder fest -, selbst in den Naturwissenschaften herrscht so viel Ungenauigkeit, soviel Spielraum, dass Sicherheit und Perfektion auch hier nicht erreicht werden.
Ich habe mich einst mit M. darüber unterhalten. Es ging um eine eher triviale Diskussion über das Leben nach dem Tod, beziehungsweise auch ums Transzendente, um alles, was wir nicht fassen können, was aber irgendeinen Sinn bergen wird. Eben ums System aller möglichen Dinge, um die Perfektion. Vielleicht müssen wir erst sterben um dies offenbar zu erhalten. Vielleicht reicht aber auch das nicht.

Gute Freunde definieren sich durch die Einzigartigkeit der Beziehung, die ich zu ihnen pflege. An der Stelle Goldmundes und alles, was zu ihm gehörte, klafft momentan eine spürbare Lücke. Würde ich ihn nicht so sehr hassen, würde ich wohl lieben. Ich vermisse nicht ihn, ich vermisse die Position, für die er stand. Um die tut es mir leid.



Ich habe mein Leben zur Abwechslung mal vom Müll der letzten etwa 6 Jahre befreit. Viele Gedichte, Zeichnungen/Bilder/Kritzeleien, Zettelchen und Briefe von mir und von anderen wurden entsorgt. Damit habe ich wohl die ein oder andere Phase auch symbolisch abgeschlossen; sowie die ein oder andere Freundschaft. Hat etwas Befreiendes.
Sowieso scheint sich wohl das ein oder andere zu ändern. Ich habe neben dem ausmisten meines Zimmers zu Hause dieses auch umgestellt, wie seit dem Einzug vor Jahren nicht mehr.
Bald sind auch meine Haare wieder blond und bald ist es ganz Sommer.
Am Dienstag habe ich HPG. Am Samstag war Ehemaligenfeier. Sonntag wollte ich nach B., Mittwoch nach K., Donnerstag auf den Fels mit einigen Leuten. Darauf freue ich mich besonders. Nächste Woche dann nach Schweden. Uiuiui.

Aber davon ganz ab. Immerhin wohnt der Schwede im weißen Haus und hält einen Hund.

Er sah nichts als die blaue Blume, und betrachtete sie lange mit unnennbarer Zärtlichkeit.

Charles
19.6.08 23:40





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