Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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Abscheu

Ich bin ein Idealist. Und ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die Gutes in sich tragen. Doch so viele mehr gibt es auch, deren Wert mir schleierhaft bleibt. Warum sterbt ihr nicht einfach? Warum gibt es noch immer so wenige Amokläufer? Diese Welt ist so verseucht von Abschaum.

Ich suche einen Menschen.

Mir geht es relativ. Ich streite mit Alex. Ich vermisse das Netz wenig. Ich spüre Wallung.
Ich ahnte, dass es so oder ähnlich käme, und ich dachte, nein, ich kann damit umgehen. Das blosse Wissen darum, macht es erträglicher. Zumindest für die Gedanken. Mein Körper leidet ein wenig darunter. Aber: Soll er doch.
Schlimmer wird es, wenn ich zu Hause bin. Aber das war abzusehen. Irgendwann - ich glaube daran - irgendwann werde ich gefunden haben, wonach ich solange noch streben werde. Vielleicht dauert es noch Jahre: 10, 20, 30. Aber vielleicht hab' ich es dann. (:

Mein Bio-Rhythmus ist komisch. Schlafen kann ich sowieso nicht, hungern muss ich von Zeit zu Zeit und Erschlaffung stellt sich ein. Die Tage vergehen.

Menschen rief ich, keinen Abschaum.

Wo sind diese Menschen? Sammelt euch. Übriges kann verderben. Soll verderben.
Auf das Weisheit regiere, richte, sei. Auf das Intelligenz sich entfalte, lebe, sei. Auf das Intellekt lehre, bilde, sei. Auf das Torheit verrecke, Dummheit herniederginge, Blödsinn abfiel.
Und eine neue Welt entstünde.

Charles

Musik: Von sanft bis menschenverachtend.
Mood: Er sehe selbst.
12.5.07 15:54


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Bitterkeit

Irgendwann verzweifelt man. Ein Resultat daraus kann Bitterkeit sein.

Wenn ich daran denke - oder dachte -, habe ich oft eine alte Dame, vielleicht eine Witwe vor Augen. Fertig mit der Welt. Ein wenig Stolz hat sie über die Jahre angesammelt. Dies lässt sie nur abends manchmal zitternd und wimmernd im Bett liegen. Den Tag über übt sie sich in Arroganz, Überheblichkeit. Um ihre Bitterkeit subtil herauszukehren und alles andere abzuwehren. Vielleicht lebt sie in einem kleinen Dorf. Die Kinder dort mögen Angst vor ihr haben oder sie als alte Hexe verschreien. Dort geht sie langsam zu Grunde. Entweder sie stirbt eines Abends in ihrem Bett, oder man findet sie nach Tagen in der Scheune - mit einer Schlinge um den Hals und ohne Schuhe.

Aber Bitterkeit ist viel kompatibler. Sogar Orangenmarmelade profitiert davon.

Charles

Music: The Dresden Dolls - welchen ich bei Gelegenheit einen Eintrag widmen werde - uvm.
Mood: Lachend.
26.5.07 13:37


The Dresden Dolls

Klar, gehört hatten ich von der Band schon. Sicherlich stand in irgendeinem Orkus was von den beiden, doch recht schnell wurden sie von mir als eine Art Horror-Punk oder Death Rock abgestempelt. Nunja, vor Kurzem wurde ich auf die beiden aufmerksam gemacht:

An einem Abend, an dem es mir sehr beschissen ging, ging auch mein Internet flöten und ich saß in meinem Zimmer. Eine neue CD in der Tasche. Meinen ersten Eindruck schrieb ich nieder:

Eine neue musikalische Entdeckung
Ein Experiment, sprühend, glänzend, mitreißend. Krank, verspielt und wunderschön. The Dresden Dolls reißen mich mit. Anders als vieles Gehörte. Alleinig mit Schlagzeug und Piano; Musik vom Feinsten, mit einer wundervollen, verzaubernd interessanten Stimme.
Die Musik verwandelt mich ein wenig. Sie ist das, was ich momentan brauche. Ich will nichts düsteres, nichts elektronisches. Ich möchte dieses.
Aufgedreht, ja. Depressivierend, durchaus. Weena Morloch würde auch gehen, hat aber nicht dieses ästhetisch Bunte.
Ich fühle mich so ge...lt(?), ein wenig frei und doch in mir gefangen und dies so genial ignorierend; wahnsinnig und kindisch und dabei doch irgendwo noch langsam ... ich will Wein.


Ja, das Wort im letzten Satz konnte ich nicht mehr entziffern.

So irgendwie ging es mir, als ich zu guter Letzt in meinen eigenen 12 m² umhertanzte, wie .. ja, wie im Wahn. Halbnackt und mit Tränen, die ich umherstreute. Dann war ich fertig.

Charles

Music: The Dresden Dolls, Disturbed
Mood: recht gut, vielleicht gestresst
29.5.07 16:41





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