Zwischen Chaos und Phantasie

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Die Wirklichkeit blinzelte. 55%

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Unterwegs in den Sphären

Es ist wohl ein teils unglückliches Gefühl, welches mich zuweilen beschleicht. Gerade die letzten Wochen, die wohl auch durch ein Fehlen an Plan und Routine und vielleicht Tätigkeit im Allgemeinen aufwiesen, zeichnen und lösen die Orientierung.
Es kommt hinzu eine schleichende Kälte auf der Haut und mangelnde Disziplin, ja Resignation zuweilen. Eine Hassliebe zur sogenannten Gesellschaft schafft eine Distanz, die unerträglich zu werden scheint. Und auch zu meinem eigenen Selbst. Aufkeimendes Desinteresse und der Wunsch hindurch getragen zu werden. Alle Verantwortlichkeit für das eigene Glück abzugeben. Wenn es fließt, so wird es schon, so hoff ich's. Doch es tut's nicht.
Und so erlebe ich so wenig ein Auf und so wenig ein Ab. Und fühl' wie mir's immer kälter wird.

Und dann wird mir zuweilen bewusst, dass da nichtmal ein kleines kiriko sitzt, irgendwo da draußen, das auf mich wartete.

20.10.09 22:45


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Non vinum, sed aqua.

Nach einem gar holprigen Einstieg ins neue Jahr, folgten Zeiten wunderlicher Art. Mein Weg führte mich bis Fulda und auch beinahe nach Düsseldorf, aus den Händen meines Bruders empfing ich Musik und aus denen meines Vaters einen, nein zwei grandiose Kunstbände um die Allerdurchlauchteste unter den Städten. Wieder bin ich ein Jahr älter und wohl nicht zufriedener, obgleich vielleicht ein wenig vermögender. Zuverlässiger bin ich auch vor mir selber nicht, aber schon nahend mobiler.
Ich traf geniale Freunde bei Genscher wieder, experimentierte viel, frönte meinem schlechtesten Freunde in Hessen und erwies deportierten Kindern eine Ehre in eisiger Kälte.



Als besonders inspirierend und glück- wie weinselig entpuppte sich der gestrige Abend. Das Theater lässt nicht von mir ab und zieht mich stets wieder in seine Fänge, sodass ich mich nun verstrickt finde in einen dichten Netze. Mit einer Reihe unterschiedlicher Menschen schreibe und produziere ich seit Januar ein Stück, welches schon bald zur Aufführung kommen wird. Verraten wird, dass es nicht um Toaster gehen wird. Vermutlich.
In diesem Rahmen fanden sich meine liebe N., C., ein ganz besonderes Persönchen, und ich zur Derniere des letzten Jahres ein und wurden alsbald zum gemütlichen beisammen sein, zu Speis und Trank invitiert. Lachend, singend, reimend und scherzend wurden viele Male gefüllt, und auch Rauch und Musik erregten kreative Gedanken, die teils dubiosen Austausch fanden.
Außer einem brummenden Schädel bleibt mir von diesem Abend auch eine antikanmutende Postkarte der Certosa di Firenze mit roten Lettern, die lateinische Sprache schreiben.

Und der Wunsch einmal mehr zu reisen.
29.3.09 14:03


Beziehung?

Mit dem ersten Kerzlein entzündete sich leider keine vorweihnachtliche Freude in meinem Herzen. Dafür habe ich hoffentlich ab Donnerstag Zeit, wo ich, auch um meinem lieben Freund Alex zu frönen, meine erste Griechischstunde haben werde.
Dann sind auch die Naturwissenschaften befriedigt und meinem Kopf bleibt ein wenig Entspannung. Oder so.

Übers Wochenende war ich mal wieder zu Besuch im Hause S., denn im wunderschönen Hessenlande, in welchem die Sonne stets zu scheinen pflegt, war ich zu Geburtstagsfeierlichkeiten eingeladen und erlangte die so Möglichkeit den aktiven Part für meine Klausur am Mittwoch zu erproben.
Und auch Latein blieb nicht unbeschadet: Nam in vino veritas. So brachten mir Schweden und deutsches Kernobst neue Eindrücke, auch im Gesicht, was zu bitterbösen Infragestellungen meiner eigenen Person führte.
Wir verbleiben in Schweigen; um zu verdrängen und einer eventuell fatalen Entscheidung zu entgehen. Vielleicht aber auch großem Glück? Doch, nein.
Ich möchte, glaube ich, noch immer nicht.

Für E. wartet bald ein Nikolausstiefel, wenn ich nicht allzu vergesslich bin und nächstes Wochenende wird ein wenig herumgewerkelt um Konfekt o.ä. für Verwandte mit Liebe, viel Aufwand und wenig Geld zu produzieren. Nicht sonderlich kreativ, aber was soll man machen.

Ich bin müde. Sehr müde.
1.12.08 22:42


vale mea amica

Eisig' Kälte legt sich zart
als ein Schleier nieder,
hüllt die Welt, hüllt meine Lieder
ein in heißer Tränen Saat.

Klar und hell der Himmel sich
über Berg und Bäume zieht,
ab davon in Einsamkeit
nur ein letztes Menschlein kniet.

Vor der Welt sich zu verstecken,
vor den Leuten, die
Kälte in das Innere stecken,
Trauer und Melancholie.

Geh' hinfort, zieh' wie die Wolken,
weg von mir, lass' mich allein.
Zwischen uns soll nur ein Band
über Wind und Himmel sein.
30.11.08 20:29


de arte momento momentum attribuere

Heute Abend finden die Wahlen zum Internatsrat statt - im Schnee, wenn er bis dahin liegen bleibt. Aber die Chancen stehen nicht schlecht.

Die Klausurenphase beginnt morgen und schon letzte Nacht schlief ich schlecht und träumte. Die nächste Woche wird die schlimmste vor den Ferien. Bis dahin muss noch einiges gemacht werden: Facharbeit, Bericht von der Akademie, ein Essay, ein Drehbuch ... das ein oder andere Referat.

Der gestrige Abend wurde zu einer halben Stunde in einen Schleier aus Schnee und Kindheit gehüllt. Den ganzen Nachmittag konnte man dicke Flocken beobachten, die nach und nach auch ihren Platz auf Dächern und Giebeln fanden.
Als wir gegen 9 auf die in fahles Laternenlicht getauchte Straße hinaustraten, die Kristalle um uns her wirbelten und die Kälte unsere Lungen zuschnürte, spürte ich Glück in seiner reinen Form in mir aufkeimen.

Durch das Wetter am Wochenende hat nun auch in meinem Kopf und auch Herzen die Vorweihnachtszeit begonnen. Einige Plätzchen, aber vermutlich auch die letzten, habe ich gebacken. Spritzgebäck - vegan versteht sich. Die Tannenzweige und Kugeln fanden schon ihren Platz in unserer Wohnung, die nach Holzofen und Mandarinen roch. Bald ist Nikolaus und damit der Geburtstag von Norina. Wenn wir heute Abend das Rennen machen, gibt es auch eine hübsche Aktion für die Kleinen. Die Märkte beginnen am Wochenende und damit auch der Stress um Geschenke, den ich mir nicht machen möchte. Mal schauen.



Ich brauche noch ein Kostüm für Freitag. Eine Verkleidung einer Filmfigur. Nicht unbekannt, relativ leicht darzustellen, irgendwo bequem, wenig aufwendig und billig. Irgendwelche Vorschläge?

Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.
- Novalis
24.11.08 07:30


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